EIN KLEINER FOTOGRAFISCHER WEGWEISER

Ich freue mich rie­sig, Euch an Eurem gro­ßen Tag foto­gra­fisch beglei­ten zu dür­fen und dan­ke Euch schon jetzt für das gro­ße Vertrauen! ♡

Hier habe ich ein paar Gedan­ken und Ideen zusam­men­ge­stellt, die sich aus der Erfah­rung der letz­ten Jah­re in der Hochzeitsfotografie ent­wi­ckelt haben. Das ein oder ande­re haben wir bestimmt schon beim Ken­nen­lern-Tref­fen bespro­chen, aber das war bestimmt ganz schön viel Infor­ma­ti­on auf ein­mal. Viel­leicht hilft der ein oder ande­re Tipp zum Nach­le­sen noch bei Eurer Pla­nung oder gibt ein­fach ein biss­chen Sicher­heit für den gro­ßen Tag.

Das Anklei­den (“Get­ting Ready”)

Ich gehö­re nicht zu den Foto­gra­fen, die die Vor­be­rei­tun­gen der Braut und/oder des Bräu­ti­gams als unver­zicht­bar inner­halb einer Hoch­zeits­re­por­ta­ge betrach­ten. Ich habe abso­lu­tes Ver­ständ­nis dafür, wenn man die auf­re­gen­de und auch etwas ange­spann­te Zeit kurz vor der Trau­ung im Krei­se sei­ner Liebs­ten und ver­trau­ten Men­schen ver­brin­gen möch­te. Den­noch ist es aus foto­gra­fi­scher Sicht immer beson­ders schön, auch die­sen Teil des Tages beglei­ten zu dür­fen — erge­ben sich hier doch wun­der­vol­le Moti­ve, die es alle­mal wert sind, pro­fes­sio­nell fest­ge­hal­ten zu wer­den. Zu beach­ten sind hier­bei fol­gen­de Punkte:

  • genug Zeit einplanen.
  • das Zim­mer, in dem die Vor­be­rei­tun­gen statt­fin­den (egal ob zu Hau­se oder im Hotel) soll­te mög­lichst hell, nicht all­zu klein und halb­wegs auf­ge­räumt sein :).
  • Genaue Koor­di­na­ti­on, wann und wo sich Braut und Bräu­ti­gam fer­tig machen (inklu­si­ve Abstim­mung mit der Fotografin).

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Die Paar­auf­nah­men

Wie?

Ganz ein­fach: locker, natür­lich und nicht zu lang. Ich gebe Euch kei­ne Anwei­sun­gen zu Posen, die nicht zu Euch pas­sen oder mit denen Ihr Euch unwohl fühlt. Das ist mir sehr wich­tig, denn ich möch­te zu natür­li­chen Ergeb­nis­sen gelan­gen, mit denen Ihr Euch wohl­fühlt und auf denen Ihr Euch vor allem wie­der­erkennt. Dafür mache ich gern einen klei­nen Spa­zier­gang mit Euch, las­se Euch inter­agie­ren, wie ihr es sonst auch tut und beglei­te Euch mög­lich unauf­fäl­lig. Am liebs­ten schaut Ihr gar nicht zu mir in die Kame­ra. Zwi­schen­durch machen wir klei­ne Stopps und ich zei­ge Euch, wo und wie Ihr Euch am bes­ten positioniert.

Ok, ganz so ein­fach ist es natür­lich nicht. Ich bin mir dar­über bewusst, dass es für jeden eine unge­wohn­te Situa­ti­on ist, sich foto­gra­fie­ren zu las­sen — und dann noch in ver­trau­ten Situa­tio­nen mit dem Part­ner. Macht man ja auch nicht alle Tage. Zwi­schen­durch ein­fach ein biss­chen durch­at­men und ent­span­nen gehört daher immer dazu. Aber ehr­lich gesagt sind es meist genau die Momen­te des Durch­at­mens, Rum­al­berns und Sich-Unbe­ob­ach­tet-Füh­lens, in denen die schöns­ten Bil­der ent­ste­hen. Dafür habe ich stets die Augen offen — denn was ande­re “Out­takes” nen­nen, sind oft mei­ne Lieblingsbilder ♡

Wann?

Grund­sätz­lich hängt es natür­lich immer vom indi­vi­du­el­len Tages­ab­lauf ab, wann man das Paar­shoo­ting am bes­ten plat­ziert. Ich set­ze die­sen Punkt aber bewusst direkt hin­ter das “Anklei­den”, da ich ein gro­ßer Freund davon bin, einen Groß­teil der Paar­auf­nah­men VOR der Trau­ung zu machen. Ich erklä­re Euch gern, warum:

  • Da die­ser Punkt für vie­le Paa­re mit Auf­re­gung und Anspan­nung ver­bun­den ist (auch wenn sich das meis­tens nach ein paar Minu­ten des foto­gra­fiert-wer­dens erle­digt hat), ist es ein­fach ein gutes Gefühl, die Bil­der bereits im Kas­ten zu haben, wenn es “ernst” wird.
  • Man hat den Moment des ers­ten Zusam­men­tref­fens als Braut und Bräu­ti­gam ganz für sich.
  • Man muss sich wäh­rend Sekt­emp­fang oder Fei­er nicht von sei­nen Gäs­ten entfernen.

Ich wür­de mich dann so zei­tig mit Euch ver­ab­re­den, dass ihr nach dem Foto­gra­fie­ren noch min­des­tens 15 Minu­ten habt, um Euch frisch zu machen und auf den fol­gen­den gro­ßen Schritt gedank­lich einzustellen.

Wie ihr aber viel­leicht schon raus­ge­le­sen habt, las­se ich es immer gern offen, ob man sich nicht spä­ter am Tag oder am Abend doch noch­mal 10–20 Minu­ten Zeit nimmt, wei­te­re Paar­auf­nah­men zu machen. 1. ist es meist ent­spann­ter für das Paar 2–3 klei­ne “Paar­fo­to-Run­den” zu machen, als eine lan­ge und 2.  fin­de ich es beson­ders schön, ver­schie­de­ne Licht­si­tua­tio­nen ein­zu­fan­gen. Grund­sätz­lich ist es näm­lich so, dass das Licht für Por­trait­auf­nah­men immer schö­ner wird, je tie­fer die Son­ne steht. Ist es vom Zeit­ab­lauf nicht anders mög­lich, als die Paar­bil­der in der pral­len Mit­tags­son­ne zu machen, fin­det man auch dann schö­ne schat­ti­ge Plät­ze, um zu guten Ergeb­nis­sen zu gelan­gen. Beson­ders schön wird das Licht jedoch in den Abend­stun­den, wenn die Son­ne tief steht und wei­ches Licht wirft. Ein biss­chen Spon­ta­ni­tät auf­grund des Wet­ters und des Lichts ist hier immer von Vorteil.

Wo?

Ich kom­me zu jeder Hoch­zeit min­des­tens eine hal­be Stun­de vor der ver­ein­bar­ten Zeit, um mich vor Ort nach geeig­ne­ten Plät­zen für die Paar­auf­nah­men umzu­se­hen. Bis­her gab es noch kei­nen Ort, an dem ich nicht min­des­tens drei Plätz­chen gefun­den habe, die sich wun­der­bar zum foto­gra­fie­ren eig­ne­ten. Beson­ders schön fin­de ich immer eine Mischung aus Natur und urba­nen oder rus­ti­ka­len Hin­ter­grün­den. Dazu zählt zum Bei­spiel schon eine rus­ti­ka­le Back­stein-Mau­er oder ein schö­ner Stra­ßen­ab­schnitt. Moti­ve im Grü­nen gehö­ren natür­lich immer dazu und sind nahe­zu über­all umsetzbar.

Wer?

Am schöns­ten ist es für mich, wenn ich mit Euch allei­ne unter­wegs bin. So könnt Ihr Euch am bes­ten auf die Situa­ti­on ein­las­sen, even­tu­ell wirk­lich ein­fach zwi­schen­durch ver­ges­sen, dass ich da bin und Euch total auf Euch kon­zen­trie­ren. Falls Ihr aber Eure Trau­zeu­gen oder die Mama gern dabei hät­tet, ist das natür­lich kein Problem.

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Das Wet­ter

Ihr wacht an Eurem gro­ßen Tag auf und schaut aus dem Fens­ter. Oh Schreck, es reg­net! Ist ja nicht so, als hät­tet ihr nicht in den letz­ten zwei Wochen regel­mä­ßig sämt­li­che Wet­ter-Apps bemüht (ich übri­gens auch), aber wenn es dann wirk­lich so kommt, ist die Ent­täu­schung meis­tens groß und die Lau­ne im Kel­ler. Jedes kleins­te Detail habt Ihr geplant, die Platz­ord­nung fünf­mal über den Hau­fen gewor­fen, bis es pass­te und nun das. Das ein­zi­ge, wor­auf Ihr wirk­lich kei­nen Ein­fluss habt, stimmt nicht mit Euren Vor­stel­lun­gen überein.

Ja, was soll ich dazu sagen, das nicht nach Mama oder Oma klingt? “Kind, das Wet­ter kann man nun­mal nicht beein­flus­sen. Man muss das Bes­te draus machen!” Aber Mamas und Omas haben nun­mal meis­tens recht.  Und ich sag Euch was, aus rein foto­gra­fi­scher Sicht: Gar nicht schlimm!

Natür­lich freut sich jeder über strah­len­den Son­nen­schein — auch ich — aber zum foto­gra­fie­ren ist das nicht unbe­dingt das opti­ma­le Wet­ter. Und auch des­halb habt Ihr Euch ja für eine pro­fes­sio­nel­le Foto­gra­fin ent­schie­den — damit in jeder Wet­ter­si­tua­ti­on schö­ne Bil­der ent­ste­hen. Ja, manch­mal ist das Licht kurz nach einem hef­ti­gen Schau­er sogar beson­ders schön, oder aber man fin­det über­dach­te Alter­na­ti­ven, die man sonst nie genutzt hät­te, die sich aber als abso­lu­ter Haupt­ge­winn ent­pup­pen. (So war es näm­lich bei den nach­fol­gen­den Bil­dern.) Man muss in der Zeit­pla­nung even­tu­ell etwas fle­xi­bel sein und kur­ze Regen­pau­sen nut­zen, um drau­ßen zu foto­gra­fie­ren, aber ich ver­spre­che Euch, all das macht Euren Hoch­zeits­tag ein­zig­ar­tig und besonders.

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“Der ers­te Blick”

Ein beson­ders schö­ner und emo­tio­na­ler Moment an jedem Hoch­zeits­tag — ob vor oder in der Kir­che oder dem Stan­des­amt, ganz pri­vat, bevor die Paar­auf­nah­men ent­ste­hen oder viel­leicht auch schon direkt nach dem Anklei­den zu Hau­se oder im Hotel. Der Augen­blick, wenn man sich als Braut und Bräu­ti­gam das ers­te mal sieht, soll­te im bes­ten Fall fest­ge­hal­ten wer­den. Ich gehö­re aller­dings nicht zu den Foto­gra­fen, die die­sen Moment bewusst insze­nie­ren oder Euch vor­ge­ben, wann, wo und wie er statt­fin­den soll. Ger­ne kön­nen wir uns aber gemein­sam dar­über Gedan­ken machen ♡

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Die Trau­ung

Ein Satz all­ge­mein, egal für wel­che Art der Trau­ung Ihr Euch ent­schie­den habt: Es wäre ein­fach ganz ganz super, wenn ich wäh­rend der Trau­ung die ein­zi­ge Per­son wäre, die Fotos macht. Und das hat gleich meh­re­re Grün­de. Ich ver­ste­he voll­kom­men, dass es für Paten­tan­te Ingrid, Mama, Opa oder Onkel Bob ein wahn­sin­nig auf­re­gen­der Tag ist und man jede Sekun­de für die Ewig­keit fest­hal­ten will (gera­de wenn man begeis­ter­ter Hob­by-Foto­graf ist). Aber:

  • Ich fin­de es super wich­tig, dass die gesam­te Hoch­zeits­ge­sell­schaft die Trau­ung voll und ganz, aus den eige­nen Augen und nicht durch eine Lin­se oder über ein Han­dy­dis­play mit­er­lebt. Live und in Far­be, mit allen Emo­tio­nen und ungefiltert.
  • Ihr bezahlt mich, um die schöns­ten Momen­te fest­zu­hal­ten. Ihr inves­tiert rich­tig viel Geld. Es ist immer sehr scha­de, wenn uner­war­tet plötz­lich jemand vor mir auf­springt oder sich gar vor mich stellt, um selbst ein Foto vom Hoch­zeits­kuss zu machen. (Alles schon erlebt.) Vie­le Situa­tio­nen sind nur all­zu­schnell vor­bei und ich habe nur ein paar Sekun­den für den per­fek­ten Schuss. Natür­lich reagie­re ich so schnell es geht und ver­su­che auch Situa­tio­nen vor­her­zu­se­hen, aber manch­mal funk­tio­niert das eben nicht.
  • Und auch wenn ich freie Sicht habe wird das Foto wesent­lich schö­ner, wenn ich nicht zahl­rei­che hoch­ge­hal­te­ne Han­dys mit im Bild habe.
  • Jedes Kli­cken beim Aus­lö­sen, jeder Blitz und jede Per­son, die auf­steht, um ein Foto zu machen oder sich gar von A nach B bewegt, um eine bes­se­re Posi­ti­on zu haben, stört die Trau­ung und lenkt die Auf­merk­sam­keit auf sich.

Mög­lich­kei­ten, dem vor­zu­beu­gen, gibt es meh­re­re. Eine klei­ne Anmer­kung dazu auf der Ein­la­dung ist eine Opti­on. Eine ande­re, die viel­leicht an dem Tag dann noch prä­sen­ter ist und die Ein­la­dung nicht noch text­las­ti­ger macht, ist ein Auf­stel­ler oder ein Schild im Trau-Bereich. Das könn­te lau­ten wie folgt:

Kei­ne Fotos bitte!

Unse­re pro­fes­sio­nel­le Foto­gra­fin wird jeden Teil der Trau­ung festhalten.

Wir laden euch ein zu ent­span­nen, zu genie­ßen, dabei zu sein und die­sen Moment mit uns zu erleben.

Als Dan­ke­schön wer­den wir im Anschluss alle Ein­drü­cke mit Euch teilen ♡

Eine viel­leicht etwas ver­söhn­li­che­re Mög­lich­keit ist sonst, im Anschluss an den Kuss bei­spiels­wei­se zwei Minu­ten ein­zu­pla­nen, an denen von allen foto­gra­fiert wer­den darf.

Stan­des­amt­lich

Bei stan­des­amt­li­chen Trau­un­gen gibt es am wenigs­tens zu beach­ten. Wenn es irgend­wie mög­lich ist, stel­le ich mich dem Stan­des­be­am­ten vor der Trau­ung vor und las­se mich kurz ein­wei­sen, wel­che Posi­ti­on ihm für mich am liebs­ten ist. Ich bewe­ge mich 1–2 mal von rechts nach links und lau­fe auch ein­mal hin­ter Euch, um ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven ein­zu­neh­men. Ansons­ten bewe­ge ich mich so wenig es geht, um mög­lichst unauf­fäl­lig zu sein. Licht­si­tua­ti­on und Raum­ein­druck sind immer sehr unter­schied­lich, aber sel­ten schwierig.

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Kirch­lich

Bei kirch­li­chen Trau­un­gen ist es rat­sam, im Vor­feld mit dem Pfar­rer, dem Pas­tor oder der Pas­to­rin zu spre­chen, inwie­weit das Foto­gra­fie­ren wäh­rend der Trau­ung gewünscht oder gar erlaubt ist. Manch­mal gibt es bestimm­te Stel­len seit­lich des Altar­raums, die für den Foto­gra­fen vor­ge­se­hen sind oder aber bestimm­te Tei­le der Trau­ung dür­fen gar nicht foto­gra­fiert wer­den. Das ist für mich natür­lich wich­tig, vor­her zu wis­sen, da es immer anders gehand­habt wird. Zwar suche ich, wenn es mög­lich ist, vor jeder Trau­ung auch noch per­sön­lich das Gespräch, aber das klappt nicht immer und alles was ich schon vor­her weiß, ist super.

Grund­sätz­lich gehe ich gera­de bei kirch­li­chen Trau­un­gen sehr sub­til und sen­si­bel vor, dem Anlass und der Situa­ti­on ange­mes­sen. In Situa­tio­nen bei­spiels­wei­se, in denen gebe­tet wird, foto­gra­fie­re ich nicht. Bis­her gab es auch noch kei­ne Kir­che, in der es nicht funk­tio­niert hät­te, ohne Blitz zu foto­gra­fie­ren. Das ist mir sehr wich­tig, denn jedes blit­zen stört ja doch irgend­wie die Zere­mo­nie und lenkt even­tu­ell die Auf­merk­sam­keit auf die Kamera.

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Frei

Freie Trau­un­gen sind toll und wer­den immer belieb­ter. Das schöns­te dar­an ist das, was das Wort schon sagt: Man ist völ­lig frei in der Gestal­tung. Die Wahl des Trau­red­ners, der Ablauf, der Ort und die Zeit der Trau­ung — alles liegt in Eurer Hand. Das bedarf even­tu­ell etwas mehr Orga­ni­sa­ti­ons­ar­beit im Vor­feld, hat aber auch vie­le Vor­tei­le. Und gera­de weil Ihr hier so frei in der Ent­schei­dung seid, habe ich aus foto­gra­fi­scher Sicht fol­gen­de Tipps:

  • Freie Trau­ung unter frei­em Him­mel: Wenn das Wet­ter mit­spielt eine wun­der­vol­le Sache. Aber gera­de wenn der Him­mel wol­ken­frei ist, ach­te­te dar­auf (wenn es irgend­wie geht), dass Ihr nicht in der pral­len Son­ne sitzt! Das ist sowohl für Euch ange­neh­mer, als auch für die Fotos ein gro­ßer Gewinn. Direk­te, strah­len­de Son­ne sorgt lei­der für har­te Schat­ten im Gesicht und oft­mals eine glän­zen­de Stirn. Manch­mal reicht es, einen Meter wei­ter nach vor­ne oder hin­ten zu rücken, man plant von vorn­her­ein einen Schat­ten­spen­der ein oder sucht sich einen schat­ti­gen Ort aus.
  • Aus einem ähn­li­chen Grund wür­de ich die freie Trau­ung immer eher am Nach­mit­tag pla­nen, als in der pral­len Mittagssonne.

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Die Gra­tu­la­ti­on

Hier ent­ste­hen oft die emo­tio­nals­ten und herz­lichs­ten Auf­nah­men des Tages und ich habe die Mög­lich­keit, einen Groß­teil der Gäs­te ein­zu­fan­gen. Ich habe nur zwei Tipps zur Positionierung:

  • Gebt mir ein wenig Raum, vor allem hin­ter Euch.
  • Sucht Euch — mal wie­der — ein schat­ti­ges Plätzchen.

Sicher­lich habt Ihr das im Tau­mel der Gefüh­le am gro­ßen Tag wie­der ver­ges­sen. Dann wei­se ich Euch ganz kurz noch­mal dar­auf hin, soll­te ich kei­ne Mög­lich­keit für eine gute Per­spek­ti­ve haben.

Ein klei­ner Tipp noch unab­hän­gig vom Foto­gra­fie­ren: Plant das Gra­tu­lie­ren zeit­lich nicht zu knapp ein. Bis Euch alle Gäs­te gedrückt haben und ein paar net­te Wor­te los­ge­wor­den sind ver­ge­hen schon­mal 30–45 Minuten.

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Der Sekt­emp­fang | Was Repor­ta­ge­fo­to­gra­fie ausmacht

Einer mei­ner liebs­ten Parts jeden Hoch­zeits­ta­ges — mich mög­lichst unbe­merkt unter die Gäs­te mischen, wenn der “erns­te” Teil des Tages  vor­bei ist, die Anspan­nung auch bei den Gäs­ten abfällt und ange­sto­ßen und viel gelacht wird. Hier ent­ste­hen die schöns­ten Moment­auf­nah­men. Ich sage es oft zu den Gäs­ten, wenn sie mich doch bemer­ken und sich für ein Foto in Pose schmei­ßen, und das glei­che gilt natür­lich auch für Euch: Igno­riert mich ein­fach! Natür­lich neh­me ich auch gern mal ein Lächeln Rich­tung Kame­ra mit, aber ihr sollt auf kei­nen Fall ein Gespräch unter­bre­chen oder Eure Mimik ändern wenn ihr mich seht — denn genau dar­um geht es in der Repor­ta­gen­fo­to­gra­fie. Ich freue mich schon drauf!

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Kon­fet­ti, Blü­ten­blät­ter, Sei­fen­bla­sen, Wunderkerzen

Je mehr, des­to bes­ser! ♡ Aber unbe­dingt vor­her mit der jewei­li­gen Loca­ti­on bespre­chen, was erlaubt ist. Viel­leicht gebt Ihr das auch an Eure Trau­zeu­gen wei­ter. Sei­fen­bla­sen gehen eigent­lich immer. Wenn ihr die Gäs­te nicht damit beauf­tra­gen wollt: es gibt auch recht güns­tig sehr effek­ti­ve Seifenblasenmaschinen!

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Die Tor­te

Ihr plant das fei­er­li­che Anschnei­den einer Hoch­zeits­tor­te? Habt Ihr schon­mal dar­über nach­ge­dacht, die­sen Pro­gramm­punkt auf den Nach­mit­tag zu legen, wenn es sowie­so Kaf­fee und Kuchen gibt? Natür­lich nicht nur, weil dabei die schö­ne­ren Fotos ent­ste­hen als bei der Mitternachts-Variante 🙂

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Das Grup­pen­fo­to

Je nach Grö­ße der Hoch­zeits­ge­sell­schaft ist das für mich oft die größ­te Her­aus­for­de­rung bei einer Hoch­zeit. Man könn­te es damit ver­glei­chen, einen Sack Flö­he zu hüten. Einer ist immer gera­de noch auf dem Klo oder hat so gar kei­ne Lust. Damit die Stim­mung nicht kippt, ver­mei­de ich es, zuviel Zeit dar­auf zu ver­wen­den, alle mil­li­me­ter­ge­nau zu posi­tio­nie­ren. Den­noch ver­su­che ich natür­lich, das best­mög­li­che Ergeb­nis zu erzie­len auf dem schma­len Grat zwi­schen schö­ner Anord­nung, sym­pa­thi­scher Ani­ma­ti­on und generv­ten Zwi­schen­ru­fen, wann das Bild denn end­lich im Kas­ten ist :). Man kann sich ja vor­stel­len, wie schwie­rig es ist, ein Bild zu machen, auf dem 85 Per­so­nen Rich­tung Kame­ra und am bes­ten noch gut gelaunt schau­en. Und jeder hat sicher schon auf eini­gen Hoch­zei­ten erlebt, wie lang­wie­rig die­se Pro­ze­dur sein kann.

Genau wie für die Paar­fo­tos und die Klein­grup­pen-und Fami­li­en­fo­tos schaue ich mich schon im Vor­feld nach einem geeig­ne­ten Platz dafür um. Am bes­ten ist es, wenn ich aus einem Gebäu­de her­aus oder von einer ande­ren Erhe­bung foto­gra­fie­ren kann. Für den Fall der Fäl­le habe ich auch immer einen klei­nen Tritt dabei.

Der bes­te Zeit­punkt für das Grup­pen­fo­to ist bei einer kirch­li­chen Trau­ung mit Loca­ti­on­wech­sel oft der Moment nach der Gra­tu­la­ti­on, bevor alle zur Fei­er auf­bre­chen. Ansons­ten eig­net sich auch der Moment am frü­hen Abend, kurz bevor es zum Essen geht. Dann könnt ihr alle noch­mal zusam­men­trom­meln und die Gäs­te, sobald das Foto im Kas­ten ist, zu den Plät­zen bitten.

Klein­grup­pen- und Familienfotos

Bei den klei­ne­ren Grup­pen­fo­tos gilt bei mir das glei­che, wie bei den Paar­fo­tos und eigent­lich immer. Je natür­li­cher und unge­stell­ter, des­to bes­ser ♡ Über­legt Euch vor­her, mit wem ein Foto unver­zicht­bar ist. Den Tag kann man nicht wie­der­ho­len und ich fän­de es sehr scha­de, wenn Ihr nach­her trau­rig seid, dass es kein Foto mit Oma oder Paten­tan­te Ingrid gibt. Hilf­reich ist es tat­säch­lich, wenn man vor­her eine klei­ne Lis­te mit Namen macht, die man auf jeden Fall auf einem Foto haben will. Drückt die Lis­te Eurem Trau­zeu­gen oder Eurer Trau­zeu­gin in die Hand — die ken­nen meist einen Groß­teil der Gäs­te und kön­nen die rich­ti­gen Per­so­nen für die Fotos zusam­men­ru­fen. Wich­tig ist jedoch auch, dass die Anzahl über­schau­bar bleibt. Ansons­ten friert Euch irgend­wann das Lächeln ein und es wird wie Fließ­band­ar­beit — und das will niemand :).

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Der Hoch­zeits­tanz | Die Par­ty

Hier wird es meis­tens unver­zicht­bar für mich, den Blitz auf mei­ne Kame­ra zu span­nen. Dadurch ändert sich die sonst auf natür­li­chem Licht basie­ren­de Bild­wir­kung, aber nicht mei­ne Bild­spra­che. Auch wenn ich durch den Blitz nicht mehr ganz so unauf­fäl­lig sein kann, ist mir viel dar­an gele­gen, unge­stell­te, spon­ta­ne Momen­te ein­zu­fan­gen und die Stim­mung der Par­ty so ein­zu­fan­gen, wie sie ist. Gera­de der Hoch­zeits­tanz ist es natür­lich alle­mal wert, fest­ge­hal­ten zu werden.

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Schluss­wort

Ich hof­fe, es war etwas Hilf­rei­ches für Euch dabei. Falls noch etwas fehlt; ich bin dank­bar für jeden Tipp ♡ Ich freue mich schon jetzt sehr auf Euren gro­ßen Tag und wün­sche Euch bis dahin noch eine mög­lichst ent­spann­te Zeit der Vorfreude!